Rudolf Steiner

 

Am 27. Februar 1861 wird Rudolf Josef Lorenz Steiner als erstes Kind der aus Niederösterreich stammenden Eheleute Franziska und Johann Steiner in Kraljevec (Österreich, heute Kroatien) geboren. Der Vater war zunächst Telegrafist, dann Stationsvorsteher bei der österreichischen Südbahn. 1879 macht Steiner Abitur mit Auszeichnung.

 

Studium

 

Mit 18 beginnt er in Wien ein Studium an der Technischen Hochschule, zunächst mit dem Ziel des Realschullehramtes. Hauptfächer: Mathematik, Physik, Botanik, Zoologie, Chemie, daneben zunehmend Literatur, Geschichte und Philosophie.

 

Mit 29 Jahren wird Rudolf Steiner Mitarbeiter im Goethe-Schiller Archiv in Weimar. Zusätzlich zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften gibt er die Gesamtausgabe von Schopenhauer und Jean Paul (bei Cotta) heraus, schreibt vier Bücher, darunter auch "Die Philosophie der Freiheit" und beginnt seine Vortragstätigkeit. Es kommt zu Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Ernst Haeckel, Hermann Grimm und Friedrich Nietzsche.

 

"Die Philosophie der Freiheit" erscheint

 

1893, im Alter von 32 Jahren erscheint sein Hauptwerk:

Die Philosophie der Freiheit

 

In seiner Berliner Zeit arbeitete er als Herausgeber des Magazins für Literatur und als Lehrer an der Arbeiter-Bildungsschule. Er wurde Vorsitzender des Kreises "Die Kommenden", in welchem er allwöchentlich mit der zeitgenössischen Kunst und Kulturszene zusammentraf. Seine Vorträge in den theosophischen Kreisen bildeten die Grundlage für die 1913 begründete Anthroposophische Gesellschaft.

 

1904, im Alter von 43 Jahren erscheinen zwei weitere bedeutende Werke: "Wie erlangt man Erkenntnis der höheren Welten?" und "Aus der Akasha-Chronik".

 

unentwegt auf Vortragsreisen

 

Steiner ist nun fast unentwegt auf Vortragsreisen und in die Theosophische Gesellschaft eingebunden.

 

Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft

 

1913 wird die Anthroposophische Gesellschaft gegründet. Im gleichen Jahr bricht Steiner mit der Theosophischen Gesellschaft und kümmert sich nun um den Bau des "Goetheanums" in Dornach, Schweiz. Der Dornacher Hügel wird zur Anthroposophen- und Künstlerkolonie. Außerdem findet in diesem Jahr die erste Eurythmie-Aufführung statt.

 

Mit Beginn des Krieges beträtig sich Steiner auch sozialpolitisch. Er entwickelt Ideen zur Dreigliederung des sozialen Organismus - der Entflechtung des Einheitsstaates in die drei autonom zusammenwirkenden Bereiche Geistesleben, Rechtsleben, Wirtschaftsleben.

 

Parallel dazu legt er auch seine Forschungen über die Dreigliederung des menschlichen Organismus (Nerven-Sinnessystem, Rhythmisches System, Stoffwechsel-Gliedmaßensystem) dar.

 

Gründung der ersten Waldorfschule

 

1919 wird in Stuttgart unter der Leitung von Rudolf Steiner die "Freie Waldorfschule" als einheitliche Volks- und Höhere Schule gegründet und am 7. September eröffnet. Gründung geht auf die Initiative des Direktor der Zigarettenfabrik Waldorf-Astoria, Emil Molt, zurück.

 

Die starke Öffentlichkeit, die Steiner mitlerweile hat, fordert auch Gegner heraus. 1922, Steiner ist 61 Jahre alt, fällt das 1920 eingeweihte Goetheanum einer Brandstiftung zum Opfer.

Unermüdlich wird jedoch gleich in nächsten Jahr mit einem Neubau, diesmal aus Beton begonnen. Dieser steht bis heute.

 

Krankheit

 

Seine Gesundheit ist jedoch mitlerweise angeschlagen. Ab Ende des Septembers 1924 ist Steiner mit Bauchschmerzen ans Bett gefesselt. Von dort aus arbeitet er weiter, bis er am 30. März 1925 im Alter von 64 Jahren stirbt.

 

Nachlass

 

Er hinterläßt ein gigantisches Gesamtwerk von 370 Bänden Werke, Schriften und Vorträge. Bisher sind davon ca. 340 Bände Schriften und Vorträge mit etwa 90. 000 Seiten erschienen, davon 140 Titel auch in Taschenbuchausgaben.

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