Die besondere Pädagogik der Waldorfkindergärten - kurz skizziert

 

Man kann die die Entwicklung des Kindes in seinen ersten sieben Lebensjahren mit zwei besonderen Merkmalen charakterisieren:

 

  • dem freien Spiel (spontan, ohne äußeren Zweck und Ziel)
  • der Nachahmung

 

Daraus folgt direkt, was die Waldorfpädagogik in dieser Lebensphase erfüllen muss: Die Gestaltung der Umgebung des Kindes ohne dabei direkt auf das Kind einzuwirken. Das geschieht durch:

 

  • Gestaltung der materiell räumlichen Welt
  • Gestaltung der Zeit
  • Das Verhältnis des Erwachsenen zu seinen Arbeitsaufgaben

 

Die Gestaltung der materiell räumlichen Welt wirk darauf hin, den Kindern eine Ordnung herzustellen, in der 1. sie die gewohnten Dinge an ihrem Platz finden ("die Welt ist in Ordnung", unmittelbares Handeln möglich, da man nicht suchen muß), 2. Unordnung beseitigt wird (damit das Kind aus einer Grundordnung wieder neu in phantasievolles Spiel einsteigen zu können) und 3. die Spielumgebung funktionsfrei ist (noch nicht vom Kulturprozess ergriffen, z.B. Naturmaterialien vs. pefekt ausgestallteter Spielzeugbagger)

 

Eine gewisse Grundordnung im zeitlichen Geschehen gibt den Kindern Sicherheit. Rhythmus im Tages-, Wochen- und Jahreslauf sowie Riten zu den verschiedenen Zeitabschitten bewirken dies: gemeinsamer Beginn der Mahlzeiten, regelmäßiger Ablauf der Woche, Jahresfeste.

 

Schließlich müssen die Erwachsenen bedenken, daß sie in der Umgebung des Kindes sinnvollen und logisch nachvollziehbaren Tätigkeiten nachgehen. Der Erwachsene als gestaltendes Zentrum seiner Umgebung ist eine große Anregung für die Kinder zu freiem Spiel. Er wird zum Vorbild für die Spielgestaltung der Kinder ohne jedoch imitiert zu werden.

 

Schließlich betrifft der Kindergarten nicht nur für die Kinder soziale Aspekte, sondern besonders für die Erwachsenen:

 

Pädagogische Initiative verlangt einen Raum der freien Gestaltung.

Spielregeln, Absprachen, Statuten etc. müssen von den Menschen formuliert werden, die betroffen sind. Deswegen tragen wir unseren Kindergaretn selber. In dieser Gestaltung sind alle Beteiligten gleich.

 

So werden Sie als "Waldorfeltern" viele schöne und bereichernde Stunden mit anderen Eltern erleben und dabei selbst in der Pflicht und Verantwortung für die Entwicklungsumgebung Ihrer Kinder sein.

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