Anthroposophie

 

“Unter Anthroposophie verstehe ich eine wissenschaftliche Erforschung der geistigen Welt, welche die Einseitigkeiten einer blossen Naturerkenntnis ebenso wie diejenigen der gewöhnlichen Mystik durchschaut und die, bevor sie den Versuch macht, in die übersinnliche Welt einzudringen, in der erkennenden Seele erst die im gewöhnlichen Bewusstsein und in der gewöhnlichen Wissenschaft noch nicht tätigen Kräfte entwickelt, welche ein solches Eindringen ermöglichen.”

Rudolf Steiner (Philosophie und Anthroposophie, GA 35)

 

Rudolf Steiners Gesamtwerk umfaßt ca. 370 Bände, Werke, Schriften und Vorträge und ist die größte Buchausgabe eines Autors. Sie wird herausgegeben vom Archiv der Rudolf Steiner Nachlassverwaltung.

 

Seine vor allem durch Ihn begründete Anthoposophie möchten wir hier somit nur kurz darstellen. Es gibt dazu zahlreiche ein- und weiterführende Literatur sowie im Internet eine Menge an Stoff zu erforschen.

 

Was verstand Rudolf Steiner unter Anthroposophie?

 

„Anthroposophie“ bezeichnet bei Steiner zum einen seine Lehren, zum anderen die von ihm dafür in Anspruch genommene Forschungsmethode. Steiners Erkenntnisse entstammten nach seinen Angaben einer ihm seit seiner Kindheit bewussten und von ihm methodisch vertieften geistig-übersinnlichen Schau.

 

Steiners anthroposophische Lehre knüpft vor allem an die christliche Mystik, an das Rosenkreuzertum und an die idealistische Philosophie an, übernahm aber insbesondere in den ersten Jahren auch wesentliche Elemente der stark von indischer Philosophie geprägten "anglo-indischen" Theosophie.

 

Nach Steiner befindet sich der Mensch (und die gesamte, also auch die geistige Welt) in beständiger Entwicklung (Evolution). Das Ziel des anthroposophischen Schulungsweges sei es, durch Meditation, Selbsterziehung und Beobachtung auf einer lebenslangen "Suche", höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen.

 

Dieser Schulungsweg sei individuell auszugestalten und könne von jedem Menschen beschritten werden. Seine (damals noch so genannte) theosophische Lehre formulierte Steiner in zwei Büchern: "Theosophie" (1904) und "Die Geheimwissenschaft im Umriß" (1910), die er zu Lebzeiten mehrfach überarbeitete und die auch heute noch noch als die grundlegenden Darstellungen der Anthroposophie gelten.

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