Eurythmie

“Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als dass man verurteile.”
Rudolf Steiner

 

Eurythmie ist eine Bewegungskunst, die 1912 von Rudolf Steiner begründet wurde und bis zu seinem Tod 1925 von ihm ständig weiterentwickelt und vertieft wurde.

 

Im ersten Jahrsiebt der Kinder handelt es sich um elementare Eurythmie, bei der der bewegte Körper selbst das Instrument der Übung ist. Es ist eine pädagogische Eurythmie, die im Kleinkindalter sehr durch die Nachahmung bestimmt sein muss, durch das Eintauchen des kleinen Kindes in den Bewegungsstrom des Erwachsenen. Alles eurythmische Tun findet seine Quelle im seelischen Bewegungstanz. Es werden Worte bewegend sichtbar gemacht. Oder anders herum gesagt: Eurythmie ist sprechende Bewegung - schöne Bewegung.

 

Und wie sieht das bei uns im Kindergarten aus?

 

Unsere Kinder werden in Eurythmie-Gewänder gekleidet und ziehen mit unserem immer gleichbleibenden Eurythmielied hinter der Eurythmistin her in den Eurythmieraum, der freigeräumt und kerzenbeleuchtet die Kinder aufnimmt.

 

Hier wird freudig nachgeahmt, was die Eurythmistin an schönen Bewegungen vorbildet, Bewegungen zu den gereimtem Texten aus der Jahreszeit, zu Festen oder Tätigkeiten.

 

So klopfen im Herbst fleißige Zwerge im Kristallberg oder necken den Riesen; zur Erntezeit wird emsig Korn gemäht, gedroschen oder Brot gebacken. Hierbei ist immer wichtig, dass die Grundlage die Bewegung ist und diese so gegriffen wird, dass sie offen ist für Seelisches.

 

Begleitet werden wir von Tönen mit Klangstäben verschiedener Art in Quintenstimmung. Die leisen Klänge verstärken die freundliche Atmosphäre und tragen auf ihre Weise zum Gelingen bei; abschließend singen wir das immer gleiche Lied und ziehen gemeinsam hinaus.

 

Was bewirkt die Eurythmie?

 

Die Eurythmie - sinnvolle, gute, schöne Bewegungen - lässt die Willenskräfte des Kindes gesunden und stärken und wirkt ganz besonders auf die leibliche Gesundheit ein. Das Allerwichtigste jedoch sind Heiterkeit und Freude, mit der alle Bewegungen und Gesten ausgeführt werden, so dass das Kind auch gelöst und entspannt seine Lebensfreude in den nachahmenden Bewegungen zeigen kann.


Die Nachahmung ist die elementare Stufe der Freiheit des Menschen im ersten Jahrsiebt.

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